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Erster Live Musik Podcast im Fürstentum Liechtenstein begeistert Publikum im Hagenhaus

  • Autorenbild: Andreas Krättli
    Andreas Krättli
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Foto: Otto Conrad
Foto: Otto Conrad

Mit dem neuen Format Made in Liechtenstein wurde am 29. Januar im Hagenhaus in Nendeln ein starkes Zeichen für die heimische Musikszene gesetzt. Zum ersten Mal fand im Fürstentum Liechtenstein ein Live Musik Podcast vor Publikum statt. Ein Abend, der Musik, persönliche Gespräche und Geschichte auf besondere Weise verband.


Kuratiert und moderiert wurde der Abend von Andreas Krättli, der als Intendant die eingeladenen Musiker selbst auswählte. Sowohl Rääs als auch Naturtrüeb sagten sofort zu. Für Andreas Krättli war rasch klar, dass genau diese beiden Bands mit ihrer Geschichte, ihrer Haltung und ihrer musikalischen Tiefe den idealen Rahmen für den Auftakt dieses neuen Formats bilden.


Ein Ort mit Geschichte und Nähe

Der Konzertsaal im Hagenhaus erwies sich einmal mehr als idealer Ort für dieses Konzept. Die aussergewöhnliche Akustik ermöglichte ein intensives Hörerlebnis, das bewusst auf Nähe setzte. Möglich wurde der Abend durch die enge Zusammenarbeit mit der Musikakademie Liechtenstein und dem Team von Donnerstag im Hagenhaus, initiiert und geleitet von Dražen Domjanić, der das Format von Beginn an mitgetragen und ermöglicht hat.


Dass dieser Abend nicht nur live erlebt, sondern auch professionell gefilmt und aufgezeichnet wurde, verlieh dem Anlass zusätzliche Bedeutung. Der Live Musik Podcast wird demnächst als Videopodcast sowie in einzelnen Musikclips veröffentlicht.


Foto: Otto Conrad
Foto: Otto Conrad

Naturtrüeb reduziert und berührend

Den Auftakt machten Marco Hoch und Beat Don Toblerone von Naturtrüeb in einer bewusst reduzierten, akustischen Besetzung. Naturtrüeb kennt man sonst von kraftvollen, energiegeladenen Rockkonzerten und grossen Bühnen. Im Hagenhaus zeigten sich die beiden Musiker von einer anderen, sehr persönlichen Seite.


Im Wechsel zwischen Songs und Gesprächen in der Podcast Ecke mit bequemen Sesseln entstand eine dichte Atmosphäre. Andreas Krättli führte ruhig, aufmerksam und mit feinem Gespür durch den Abend. Er gab Raum für Musik, liess Stille zu und stellte Fragen, die Tiefe zuliessen.


Besonders berührend wurde es, als Marco Hoch und Beat Don Toblerone offen über ihre Geschichte sprachen. Über schwierige Zeiten, über Krankheit, über den langen Weg zurück auf die Bühne. Die Gespräche waren ehrlich, respektvoll und von grosser gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Musik wurde dabei spürbar als Kraftquelle, als Halt und als etwas, das Menschen trägt.


Foto: Otto Conrad
Foto: Otto Conrad

Rääs erstmals mit Flügel im Hagenhaus

Nach der Pause betrat Rääs die Bühne und sorgte bereits mit dem ersten Ton für Gänsehaut. Zum ersten Mal spielte die Band im Hagenhaus mit einem Flügel. Allein dieser Klang verlieh den bekannten Liedern eine neue Tiefe.


Mit Nachtvolk begann ein Set, das musikalisch wie erzählerisch überzeugte. Andreas Krättli spannte den Bogen zurück zum Bandcontest von 2007, den Rääs mit diesem Lied gewann. Ein Moment, der für die Mundartmusik in Liechtenstein wegweisend war.


Im Gespräch erzählten Rääs von 20 Jahren Bandgeschichte, von grossen Bühnen, Fernsehauftritten, besonderen Begegnungen und auch von kleinen Anekdoten, die für viele Lacher sorgten. Die Mischung aus Humor, Reflexion und musikalischer Reife machte deutlich, warum Rääs seit zwei Jahrzehnten zu den prägenden Stimmen der liechtensteinischen Musikszene gehört.


Foto: Otto Conrad
Foto: Otto Conrad

Ein Publikum, das mitträgt

Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Stammgäste des Hagenhauses trafen auf neues Publikum aus Unterland und Oberland sowie aus der Schweiz und Österreich. Mehrere Generationen sassen nebeneinander. Es wurde aufmerksam zugehört, mitgesungen und mitgeklatscht.

Viele Besucherinnen und Besucher beschrieben die Stimmung als besonders warm und offen. Musiker und Publikum begegneten sich auf Augenhöhe. Genau diese Nähe war es, die den Abend so besonders machte.


Video aus der Sicht vom Publikum.


Ein Finale, das verbindet

Den emotionalen Höhepunkt bildete das gemeinsame Finale. Marco Hoch, Beat Don Toblerone und Rääs standen zusammen auf der Bühne und spielten Knocking on Heaven’s Door. Das Publikum erhob sich geschlossen und sang mit. In der Akustik des Konzertsaals entwickelte sich ein Klang, der lange nachhallte.

Es war ein Moment, der zeigte, wofür dieses neue Format steht. Für Verbindung, für gemeinsames Erleben und für Musik, die Menschen zusammenbringt.


Foto: Otto Conrad
Foto: Otto Conrad

Ein starker Auftakt

Der erste Live Musik Podcast im Fürstentum Liechtenstein hat gezeigt, welches Potenzial in diesem Format steckt. Musiker, Publikum und Veranstalter waren sich einig, dass dieser Abend nach Fortsetzung ruft.

Mit Made in Liechtenstein ist im Hagenhaus ein Format entstanden, das heimische Musik sichtbar, hörbar und erlebbar macht. Persönlich, nah und auf hohem Niveau.


Der Videopodcast sowie einzelne Musikvideos werden in den kommenden Wochen auf den Plattformen von www.podcastus.li veröffentlicht.


 
 
 

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